1. Wichtig: die Einteilung der Bodenfläche. Bei einem rechtwinkligen Raum wird mittig und parallel zu den Seitenwänden eine Richtschnur gespannt. An dieser Linie mit der Mitte einer Fliese oder einer Fuge beginnen. Spannen bzw. zeichnen Sie besser parallel dazu sowie im rechten Winkel weitere Schnüre oder Linien und teilen Sie sich so die Bodenfläche in mehrere zu bearbeitende Abschnitte ein. Bevor Sie nun den Fliesenkleber anrühren, sollten Sie nochmals genau Maß nehmen, gerade bei großformatigen Platten sollten auch Fliesen aus verschiedenen Paketen gemischt werden, da außer Farbabweichungen auch Abstandstoleranzen auftreten können.



2. Legen Sie eventuell die Fliesen erst einmal "trocken", d.h. ohne zu kleben aus, und arbeiten Sie sich dann Abschnitt für Abschnitt vor (die Fugen beim Messen und auslegen nicht vergessen!). Nun den Fliesenkleber entsprechend der Angaben auf dem Sack anmachen, und zwar immer nur soviel, wie Sie in der angegebenen Zeit verarbeiten können. Ziehen Sie den Kleber mit einem Zahnspachtel auf und kämmen Sie ihn gut durch. Die Zahnung des Spachtels richtet sich nach der von Ihnen gewählten Fliese.







3. Fliese um Fliese wird nun in das Mörtelbett eingeschoben, angedrückt und mit einem Gummihammer leicht festgeklopft. Die Fliese darf nie "knirsch" auf dem Untergrund aufliegen.



4. Damit Sie leichter gleichmäßige Fugenabstände einhalten können, werden zwischen die Platten Fugenkreuze eingelegt. Immer wieder - und lieber einmal öfter - mit der Wasserwaage die Maßhaltigkeit überprüfen, in ca. der ersten ½ Stunde (s. Pakkungsangabe) kann noch korrigiert werden.







5. Bevor der fertig verklebte Fliesenbelag ausgefugt werden kann, müssen 2-3 Tage vergehen. Dann den Fugenmörtel anmachen, ausgießen und mit einem Gummischieber verteilen. Dabei immer diagonal zum Fugenverlauf arbeiten und den Fugenmörtel gut in die Fugen einbringen. Dann die Fugen mit trockenem Fugenmörtel abstreuen. Das dient der gleichmäßigen Abtrocknung und damit der Farbkontinuität.



6. Nach ein paar Minuten wird das ausgestreute Material mit dem Gummischaber zusammen geschoben, "ganz nebenbei" werden die ausgeschlämmten Fliesen hierbei schon vorgereinigt. Anschließend wird mit einem Schwammbrett feucht nachgewischt, wobei letzte Mörtelreste gut in die Fugen eingedrückt werden können und gleichzeitig endgereinigt wird. Nun noch die Anschlußfugen abdichten - fertig.